Rechtliche Grundlagen in der Kindertagespflege

Im Rahmen der öffentlich geförderten Kindertagespflege wird zwischen Ihnen als Tagespflegeperson, den Personensorgeberechtigten und dem Stadtschulamt eine Vereinbarung zur Förderung in Kindertagespflege nach § 23 SGB VIII in Verbindung mit § 90 SGB VIII geschlossen. Die monatliche Gesamtgeldleistung wird für die Aufgabenerfüllung gemäß §§ 22 und 23 SGB VIII des genannten Kindes für den vereinbarten Betreuungsumfang gewährt.
Die laufende Geldleistung gemäß § 23 Abs. 2 SGB VIII umfasst die Erstattung der angemessenen Kosten für den Sachaufwand sowie einen leistungsgerecht ausgestalteten Beitrag zur Anerkennung der Förderleistung der Tagespflegeperson. Von den Personensorgeberechtigten darf kein zusätzliches Betreuungsgeld oder Essensgeld für die Betreuung verlangt werden.

 

Die öffentliche Förderung erfolgt ausschließlich für tatsächlich stattgefundene Betreuungen. Für die Beendigung der öffentlichen Förderung sind keine Kündigungsfristen einzuhalten. Eine Beendigung der Betreuung in Kindertagespflege ist grundsätzlich zum 15. eines Monats oder zum Monatsletzten möglich.

 

Die Personensorgeberechtigten haben die Möglichkeit, beim Stadtschulamt eine Geschwisterermäßigung zu beantragen.

 

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Geldleistungen

Link zu den Tabellen zu der Höhe der städtischen Geldleistungen und Landesförderung

 

Landesförderung

Die Landesförderung wird gemäß § 32a HKJGB für Kinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr, vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt und ab dem Schuleintritt für öffentlich geförderte Betreuungsverhältnisse vom Fachdienst Kindertagespflege im Stadtschulamt an die Tagespflegepersonen weitergeleitet. Bei einer Betreuung gemäß Vereinbarung zur Förderung in Kindertagespflege erfolgt die Zahlung der Landesförderung monatlich durch den Fachdienst Kindertagespflege. Ein gesonderter Antrag ist dafür nicht erforderlich.

 

Für privat vereinbarte Betreuungsverhältnisse erfolgt die Auszahlung der Landesförderung quartalsweise auf Antrag der Tagespflegeperson. Um die Landesförderung gemäß § 32a HKJGB zu erhalten, muss die Tagespflegeperson eine Erlaubnis zur Kindertagespflege nach § 43 SGB VIII haben, ab dem Jahr 2016 eine Grundqualifizierung im Umfang von mindestens 160 Unterrichtsstunden nachweisen und im Jahr vor dem Zuwendungsjahr an einer mindestens 20 Unterrichtsstunden umfassenden Aufbauqualifikation teilgenommen und diese nachgewiesen haben.

 

 

 

Es kann sinnvoll sein, dass Sie als Tagesmutter bzw. Tagesvater eine private Betreuungsvereinbarung abschließen, um Details zu regeln, die die Betreuung betreffen. Informieren können Sie sich in diesem Falle bei der Rechtsberatung des Hessischen Tagespflegebüros.

 

Der Bundesverband der Kindertagespflege hat zudem eine Broschüre „Vertragsvorlage für Tagesmütter/-väter mit den Eltern“ herausgegeben. Sie können Sie hier bestellen.